Weihnachtsfeier der Kärntner Jungzüchter in Bleiburg


Die Jungzüchter feierten ihren Jahresabschluss

Am 9.12.2017 feierten die Jungzüchter ihren Jahresabschluss in Bleiburg. Die sehr interessante Betriebsführung durch den Betrieb Skuk und der anschließende Ausflug auf die Petzen vereinten Weiterbildung und Geselligkeit und boten der Züchterjugend einen Einblick in das Betätigungsfeld eines sehr erfolgreichen Unternehmers, der wie er sagt „im Herzen Bauer ist und bleibt“.

Die Jungzüchter aus ganz Kärnten trafen sich um 9 Uhr bei der Griffen Rast, um einen gemeinsamen Tag zu verbringen. Nach dem Eintreffen aller fuhren wir auf den landwirtschaftlichen Betrieb von Franz Skuk nach Bleiburg. Der Betriebsführer stellte uns seinen Betrieb vor, der sicherlich ein außergewöhnliches Unternehmen darstellt und uns alle beeindruckte. Durch die besonderen Fähigkeiten von Franz Skuk konnten seit seiner Übernahme einige Standbeine des Betriebes aufgebaut werden: Biogasproduktion, Fernwärme, Biodieselproduktion, Rinderzucht mit eigener Hofmolkerei und das jüngste, das Schi- und Wandergebiet Petzen.

Wir besichtigten den Stall, der von unserem Vorstandsmitglied Hannes Weber perfekt gemanagt wird. Er und weitere zwei Mitarbeiter sind für die Landwirtschaft zuständig. Die 120 Montbeliard-Kühe werden von zwei Lely-Robotern gemolken und die Spalten ebenfalls von einem Lely-Roboter gesäubert. Die Fütterung erfolgt durch einen Selbstfahrer-Mischwagen und bei der Fütterung wird besonderes Augenmerk auf gute Qualität gelegt. Die zum Großteil sehr schweren, starken Kühe beeindruckten die Jungzüchter. Hannes Weber erzählte uns, dass er durch die Aktivitätsmessung der Kühe den richtigen Besamungszeitpunkt gut feststellen könne und sich dies sehr positiv auf die Fruchtbarkeit, auch beim Einsatz von gesextem Sperma, auswirke. Die Kälber werden vom ersten Tag an in Gruppenboxen gehalten. Dies erfordert besonderes Augenmerk auf die jüngsten Kälber, dafür gibt es weniger Probleme bei gegenseitigem Besaugen. Die Kälber werden ad-libitum getränkt. „Im Winter ist es aber ganz wichtig“, betonte Hannes Weber „dass die Milch drei Mal täglich aufgewärmt wird. So trinken die Kälber viel lieber und dies wirkt sich direkt auf höhere Zunahmen und schnelleres Wachstum aus.“

Obwohl der Betrieb Skuk extrem gewachsen ist, betont Franz „dass er sich sicher ist, dass der Familienbetrieb eine Zukunft in Österreich hat. Das Wichtigste ist es, keine unüberschaubaren Investitionen zu tätigen und nur zu kaufen, wenn man es sich leisten kann“. Durch diese Betriebsbesichtigung konnten wir einen Einblick in sein Unternehmen gewinnen. Wir alle bewundern seine Fähigkeit, bei so vielen verschiedenen Sparten den Überblick zu bewahren und trotz seiner außergewöhnlichen Erfolge am Boden zu bleiben. Wir bedanken uns bei Familie Skuk und Hannes Weber für die tolle Führung und wünschen weiterhin alles Gute!

Nach der Betriebsbesichtigung fuhren wir weiter zur Talstation des Schigebietes Petzen. Mit der Gondel ging es dann auf den Berg, wo an jedem Samstag im Advent der höchstgelegene Christkindlmarkt Österreichs stattfindet. Zuerst wurde gemeinsam gegessen und anschließend klang der Tag gemütlich beim Christkindlmarkt aus.

Die Kärntner Jungzüchter wünschen eine ruhige Adventszeit, fröhliche Weihnachten und alles Gute für 2018!