Late-Christmas-Party


Jungzüchter feiern den Jahresabschluss

Der Verein der Kärntner Jungzüchter lud am Samstag, den 29.Dezember 2018 zur „Late-Christmas-Party“ ein. Um 10:00 Uhr versammelten sich rund 25 Zuchtinteressierte aus ganz Kärnten am Holsteinzuchtbetrieb der Familie Frank in Kamering, Gemeinde Paternion. Adam Frank Jun., der mit vollem Einsatz am elterlichen Betrieb arbeitet, brachte den Jungzüchtern die Eckdaten des Erbhofes, der zu den ältesten Kärntens zählt, näher. 

Die 55 Holsteinkühe werden in einem Laufstall mit Tiefboxen und Spaltenboden gehalten. Trockene und frisch abgekalbte Kühe stehen in einem separaten Stall neben an. Die weibliche Nachzucht wird im Sommer gealpt und derzeit werden kurzträchtige Kalbinnen zur Zucht weiterverkauft. Schon seit den 80er-Jahren führen die Betriebsführer die Eigenbestandsbesamung durch. Bei Fruchtbarkeitsproblemen kommt ein züchterisch interessanter Holsteinstier, der am Betrieb steht, zum Einsatz. Ein Teil der Tiere wird mit Stieren der Rasse Weißblaue Belgier belegt.

Die Kühe präsentieren sich äußerst ausgeglichen und ruhig. Stolz werden uns die Dauerleistungskühe präsentiert: MALENA, die bereits über 115.000kg und GIBOR, die über 70.000 kg Lebensleistung verzeichnen können. Adam Frank,der seit vier Jahren landwirtschaftlicher Meister ist, betont, dass die Wirtschaftlichkeit des Betriebes jederzeit im Auge behalten werden muss. Da beim Melkstand einige kostspielige Reparaturen fällig gewesen wären, entschied sich Familie Frank, auf einen Melkroboter der Marke Lely umzurüsten. Die Entscheidung wurde gut durchdacht und alle Modelle, die auf dem Markt sind auf Betrieben „in action“ besichtigt. Gespannt wird bereits auf den Roboter gewartet, der in den nächsten Wochen geliefert werden soll.

Nach dem Besichtigen sämtlicher Maschinen, die auch überbetrieblich eingesetzt werden, bedankte sich der Obmann Radbod Natmeßnig für die Bereitschaft, die Stalltüren für die Jungzüchter zu öffnen. Anschließend wurde den Jungzüchtern in dem nahegelegenen Gasthaus „Kärntner Stubn“ ein leckeres Mittagessen serviert. Bis in die Abendstunden dauerte das gemütliche Beisammensein.

Ein herzlicher Dank ergeht an den Holsteinzuchtbetrieb Adam Frank, der uns sehr versiert einen Einblick hinter die Kulissen gewährte. Es ist besonders spannend, Betriebe von Berufskollegen auch innerhalb der Landesgrenzen zu besichtigen, um diese näher kennen zu lernen. Jedes Mal kann man Neues für sich mit nach Hause nehmen. 

Edina Scherzer