Fortbildung des Vorstandes


Die Kärntner Jungzüchter in der Steiermark

Am Samstag, dem 28. September, traten zehn Mitglieder des Vorstandes der Kärntner Jungzüchter zeitig die Reise zu einem zweitägigen Seminar in Eppenstein in der Steiermark an. Zusammen mit der Referentin Katrin Zechner wurden die Themen Selbsteinschätzung, Verhaltensdimensionen, Konfliktmanagement, Zeit- und Eventmanagement behandelt. Dem Vorstand ist der kräftige Zusammenhalt in der Gruppe sehr wichtig, denn nur so arbeitet man gerne miteinander und die geplanten Projekte können gut umgesetzt werden. Außerdem hat Konfliktmanagement eine hohe Priorität. Sowohl mit Gruppen- oder Vereinsmitgliedern, in der Familie oder auch durch Konsumenten werden Landwirte mit Konflikten konfrontiert. Es gilt sich diesen zu stellen und das Handeln nachvollziehbar zu erklären. Durch bestimmte Herangehensweisen können Konflikte oftmals einfach bereinigt werden. Gutes Werkzeug bekam der Vorstand außerdem beim Eventmanagement, welches gleich bei der Planung des nächsten Jungzüchter Grand Prix im März 2020 angewendet wird.

Um zusätzlich Einblicke von landwirtschaftlichen Betrieben in der Steiermark zu bekommen, besichtigten unsere Jungzüchter am ersten Abend den Fleckviehzuchtbetrieb der Familie Strasser Maria und Franz in Weisskirchen. Die Familie beschäftigt sich nicht nur mit den 30 Milchkühen und den Lamas sondern betreibt auch zwei Ferienhäuser, welche ganzjährig vermietet werden.Die Jungzüchtergruppe hatte die Möglichkeit, in ihren Räumlichkeiten zu nächtigen und die gemütliche Anlage während des Wochenendes für die Vorträge zu nutzen. Es war erfreulich zu sehen, wie vielfältig die Möglichkeiten eines Betriebes im Berggebiet sind und wie harmonisch bei Familie Strasser Jung und Alt zusammenarbeiten.

Ein konträrer Betrieb wurde am zweiten Tag mit dem Betrieb Grasser Siegrid und Hannes, St. Lorenzen bei Knittelfeld, besucht. Hier werden 100 Milchkühe in bestem Management teilweise in einem Kompoststall gehalten. Weiteres werden Lohnarbeiten angeboten und ein Großteil der Milch in der hofeigenen Molkerei verarbeitet und selbst vermarktet. Alleine letztes Monat wurden rund 70.000 Liter Milch zu Vollmilch, Topfen, Butter und Joghurt verarbeitet. Wie beim ersten Betrieb funktioniert auch bei Familie Grasser alles auf Basis von Zusammenhalt, Umsetzung der innovativen Ideen und Freude zum Beruf.

 

Die Jungzüchter konnten sowohl aus dem Seminar der einmaligen Referentin Katrin Zechner als auch von den beiden Betrieben viele neue, wertvolle Erfahrungen und Eindrücke mit nach Hause nehmen. Wir bedanken uns bei Katrin für die hilfreichen Inputs, bei den Familien Strasser und Grasser für das Öffnen der Stalltüren und bei unsrem Vorstandsmitglied Raphael Straßer für die Idee und die tolle Organisation dieses Wochenendes. 


Stephanie Zarfl