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Arbeitskreis Fleischrinderzucht Pinzgauer und Charolais gegründet

08.05.2009  

Die Arbeitskreisberatung in der Mutterkuhhaltung seitens der LK-Kärnten läuft schon seit einigen Jahren und die interessierten Landwirte haben es keinen Moment bereut diesem beigetreten zu sein. Doch für viele der interessierten Betriebe herrschte doch das Problem der unterschiedlichen Produktionsgrundlagen, Fütterungsgrundlagen aber auch der unterschiedlichen Rassen, bzw. Kreuzungspartnern. So ist die Idee entstanden, da die Anzahl der Pinzgauer-Fleisch-Züchter und der Charolais Züchter in Kärnten in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist, wieso man nicht einen Arbeitskreis nur für die Fleischrinder Zuchtbetriebe gründet. In diesem Arbeitskreis sollte nicht nur die betriebswirtschaftliche Komponente einfliesen sondern auch der züchterische Aspekt an Bedeutung gewinnen, denn die Landwirte wollen nicht nur ihre Betriebe so wirtschaftlich wie möglich führen, sondern auch züchterisch etwas bewegen und daraus einen Erlös erzielen.

 Pinzgauer

Am 23. April war es dann so weit, in Zusammenarbeit der Landwirtschaftskammer Kärnten und dem Kärntner Rinderzuchtverband wurde der Arbeitskreis Fleischrinderzucht Pinzgauer mit 13 Mitgliedern gegründet. Aufgrund des großen Interesses wurde das Programm für das Arbeitskreisjahr 2009/10 auch gleich wie folgt ausgearbeitet:

-         Alle Betriebe werden vom AK Berater Dietmar Grilz und vom Kärntner Rinderzuchtverband besucht und es wird eine Ist-Bestandsaufnahme durchgeführt.

-         Fruchtbarkeitsseminar für Mutterkuhbetriebe wird abgehalten

-         Futtermitteluntersuchungen mit anschließender Interpretation der Ergebnisse

-         Exkursion: Besuch von Pinzgauer-Fleisch Betrieben in Kärnten

-         Kennzahlenauswertung von biologischen und ökonomischen Kennzahlen 2009

-         Spermaangebot gezielt für die Pinzgauer Fleischrinderzucht

Als Sprecher dieses Arbeitskreises wurde Hr. Fleischhacker Bernhard aus Bodensdorf gewählt, der in der Pinzgauer Fleischrinderzucht schon einen sehr erfolgreichen Weg eingeschlagen hat.

Auf der züchterischen Seite war in den letzten Jahren immer das Problem, gerade in der Mutterkuhhaltung, bei den Pinzgauern interessante fleischige Stiere anbieten zu können. Mit den Arbeitskreis Betrieben sollten gezielt interessante Stiere/Kühe gesucht werden, bzw. auch „produziert“ werden. Zu Beginn dieses Arbeitskreisjahres wird eine Bestandsaufnahme der gesamten Tiere auf den Betrieben durchgeführt, interessante Kühe werden zu Stiermüttern gemacht und auch gezielt angepaart, bzw. auch interessante Stierkälber werden vorselektiert und diese werden dann für die Zucht aufgezogen.

Der erste Schritt mit einem gezielten Angebot von Sperma hat bereits statt gefunden, von einem Australischen Stier „Ravensbrook Caesar“ wurde Sperma angekauft und ist bereits über die Besamungsstation Perkohof erhältlich.

PDF Link zum Stier "Ravensbrook Caesar"

Weiters wird der Stier „Moltus“, ein Molto-Sohn von Schnitzer Horst aus Feldkirchen, der bereits eine sehr interessante und fleischige Nachzucht hat, auf die Besamung gestellt und Sperma dürfte ab August verfügbar sein.


Der sehr fleischige Stier „Moltus“, ein Molto Sohn, vom Zuchtbetrieb Schnitzer Horst aus Feldkirchen, wird in Kürze auf die Besamung gehen und Sperma sollte ab August für die Pinzgauer-Züchter erhältlich sein.

 Charolais

Nach der Gründung des Arbeitskreises für besonders interessierte Charolais-Züchter am Züchtertag im Jänner fand Anfang April ein erstes Treffen statt. Dabei wurde das Programm für das laufende Arbeitskreis-Jahr festgelegt. Kernpunkte der laufenden Arbeitskreisberatung sind die Betriebsbesuche, bei denen der gesamte Betrieb betrachtet und vor allem das Zuchtvieh genau bewertet wird. Diese Betriebserhebung soll im Mai statt finden. Als Arbeitskreisleiter wurde Matthias Schmölzer jun. gewählt.

Weiters wurde festgelegt, dass eine Exkursion ins Hauptzuchtgebiet der Charolais, nach Frankreich, unternommen werden soll. Hier sollen Betriebe mit Nachzuchten bestimmter, besonders interessanter Stiere besucht werden. Ein langfristiges Ziel ist es, eine Ankaufs-Tour nach Frankreich zu organisieren, um hochwertige Zuchttiere zu importieren.

Festgelegt wurde auch, dass zwei Veranstaltungen zu den Themen „Fruchtbarkeit“ sowie „Klauengesundheit“ organisiert werden, da von Seiten der Züchter hier besonders großes Interesse besteht.

An einem Tag im heurigen Arbeitskreis-Jahr werden außerdem Kärntner Nachzuchten der Besamungsstiere, die sich im aktuellen Angebot des Kärntner Rinderzuchtverbands befinden (Padirac, Pinay, Sang d’Or, Althofen sowie Buffalo), angesehen. Nur wenn man auch die Nachzuchten der Stiere sieht ist es möglich, eine noch bessere Anpaarungsentscheidung zu treffen und für jede einzelne Kuh den optimalen Stier zu finden.

Dies sind nur einmal die ersten Schritte der neu gegründeten Arbeitskreise Fleischrinderzucht.

Nach dem ersten Jahr bekommen die Züchter eine genaue produktionstechnische sowie ökonomische Auswertung ihres Betriebes. Diese Daten machen klar auf Stärken sowie Schwächen des Betriebes aufmerksam und liefern somit die Basis für die nächsten Schritte zur Optimierung des Betriebsergebnisses. In Zukunft werden diese Betriebe, den anderen schon einen Schritt voraus sein, denn gerade in der Mutterkuhhaltung ist weiterhin ein Aufwärtstrend zu verzeichnen und dann werden qualitativ gute Stiere/Tiere immer mehr gefragt sein.

Informationen zum Arbeitskreis Fleischrinderzucht gibt es bei der LK-Kärnten, Dietmar Grilz (Tel:0463/5850-1509) oder beim Kärntner Rinderzuchtverband, DI Nadja Stingler und Ing. Georg Moser (Tel:04212/2215).

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